Wußten Sie schon.....

.....das die Planung für das „Kurlazarett“ wie die Nordseeklinik ursprünglich hieß Anfang 1937 begonnen hat. Fertig wurde das Lazarett 1939/40. Das Bauland war ca. 61 000 qm groß und von der Stadt für 1,00 RM pro qm verkauft worden.

.....das im Jahre 1466 der damalige dänische König auch gleichzeitig der Herzog von Holstein war. Als in dem Jahr die Linie der Herzöge von Schleswig ausgestorben war, sollte - und wollte - der Dänen König auch Herzog von Schleswig werden. Um dies zu erreichen mußte er schwören, daß die Herzogtümer Schleswig und Holstein „ up ewig ungedeelt“ (auf ewig ungeteilt) sein sollten, was bis heute noch gilt.

.....das der Vertrag von Versailles auch für Sylt entscheidend war, denn Artikel 109 bestimmte Nord- und Mittelschleswig zum Abstimmungsgebiet. Am 10.02.1920 stimmte Nord -schleswig für Dänemark, Mittelschleswig - zu dem auch Sylt gehörte - stimmte für Deutschland (Sylt stimmte mit 88% = 2715 dafür und 356 Stimmen für Dänemark).

.....das die Kolossalfiguren an beiden Seiten der Treppe vor der Musikmuschel „Europa auf dem Stier“ und „Triton auf dem Hippokamen“ darstellen. Sie wurden 1913 von dem Bildhauer Manzel, Berlin aus Muschelkalk gefertigt. Der Kurgast Emil Rapphan aus Berlin hat sie der Stadt gestiftet.

.....daß Sylt ca. 38,5 km Länge hat, eine Fläche von ca. 93 qkm und zwischen 600m und 12,6 km breit ist.

.....daß auch Sylt „Berge“ hat. Der höchste ist 5200 cm hoch, der zweite immerhin noch 4200 cm und fünf reitausender.

.....daß Sylt ca.7% regenärmer als Schleswig-Holstein ist, und im Jahr 1997 genau 1851 Sonnenstunden hatte, etwa 200 Stunden mehr als Hamburg.

.....daß es auf Sylt 11 Dörfer und eine Stadt gibt. Die Stadt ist Westerland die Dörfer sind: Archsum, Braderup, Hörnum, Kampen, Keitum, List, Morsum,Munkmarsch, Rantum, Tinnum und Wenningstedt.

..... wieviel Leuchttürme es auf Sylt gibt? Es gibt 5, davon 2 in Kampen, 2 in List und 1 in Hörnum. Allerdings zählt das WSA (Wasser- und Schiffahrtsamt) das Richtfeuer für den Lister Hafen auch als Leuchtturm.

..... daß Kampen ca. 600 Einwohner hat aber dafür 1600 Zweitwohnungsbesitzer.

..... daß die Nordsee bei Sylt ca. 3,5% Salzgehalt hat. Zum Vergleich, das Tote Meer hat zwischen 27% und 31%.

..... daß es auf Sylt 14 Schulen gibt, darunter ein Gymnasium.

..... daß es nur eine Stelle auf Sylt gibt, wo man die Westküste und das Wattenmeer gleichzeitig sehen kann. Es ist die Kurhausstrasse in Kampen.

..... daß Sylt auf dem gleichen Breitengrad wie Omsk in Sibirien und der Südzipfel von Alaska liegt.

.......daß die Tetrapoden , die 6 Tonnen schweren vierbeinigenBetonkonstruktionen, von den Franzosen in Grenoble erfunden wurden, um die Hafenmole von Casablanca zu schützen.

......Der Tidenhub im Wattenmeer ca. 1,7 – 2m ist und die Wellenhöhe bei Sturm am Strand halb so hoch wie auf offener See ist.

.....daß auf der Insel ca. 90 Arten Vögel brüten, allerdings zum Teil nicht jedes Jahr. In den letzten Jahren wurden 320 Arten Vögel auf der Insel nachgewiesen.

.....das sich Sylvester auf Sylt ganz neu orientiert. Man geht zum Essen aus , verläßt aber gegen 23 Uhr das Lokal und geht, bewaffnet mit einer – oder mehreren – Flaschen Sekt zum Strand. Dort feiert man mit Tausenden in das neue Jahr hinein und schaut der privaten Knallerei zu. (Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern ist auf Sylt wegen der Reetdächer verboten, aber am Strand wird es schweigend geduldet.) Danach strömt alles in die Fußgängerzone wo an Punsch-, Sekt- und Bierständen weiter gefeiert wird.

.....welche Windstärken auf Sylt im Jahr durchschnittlich gemessen werden: 0 –2 Windstärken = 26%;  3 –5 indstärken = 57%; 6 und mehr Windstärken =17%;

.....welche Windrichtung auf Sylt vorherrschend ist, in % angegeben:Aus Nord 6,2%; aus Nordost 6,9%; aus Ost 13,8 %; aus Südost 11,0%; aus Süd 10,9%; aus Südwest 15,4%; aus West 20,1%; aus Nordwest 13,4%;

.....daß auf dem Flughafen ca. 15 000 Starts und Landungen jährlich erfolgen und dabei ca. 40 000 Passagiere abgefertigt werden.

..... daß die Start- und Landebahnen für einen kleinen Flughafen wie Sylt extrem lang, und damit sicher sind. Die eine Bahn ist 2113 m lang und 45 m breit, die andere Bahn ist 1696 m x 45 m. Daher können auch große Düsenflugzeuge hier landen.

..... daß List, das Rantum Becken und Hörnum in den dreißiger Jahren bekannte Landeplätze für Wasserflugzeuge waren. Von List startete Wolfgang von Gronau mit einem Wal-Dornier am 22.07.1932 zum ersten Weltflug mit einem Wasserflugzeug, nachdem er bereits 1930 von List nach New York, und 1931 nach Chicago geflogen war.

.....daß die Himmelsleiter (der Strandübergang hinter dem Dorint Hotel) auf der Seeseite 105 Stufen, und auf der Landseite 95 Stufen hat.

.....welches das höchste Bauwerk auf Sylt ist. Es ist der Mast der Loranstation zwischen Rantum und Hörnum. Dieser Mast ist 192 m hoch und ca.120 Tonnen schwer. Der dreieckige Gittermast steht auf einem Glasisolator der ca. 70 cm hoch ist und ca.30 cm Durchmesser hat.

.....daß die Loranstation wichtig für die Navigation von Schiffen, Flugzeugen aber auch für Autos ist. Loran bietet in Verbindung mit GPS (einem Satelliten Navigations System) eine Genauigkeit auf 1000 Km von 5m im Radius. Diese Genauigkeit ist die Voraussetzung, daß man bald blinde Menschen gefahrlos durch Straßen führen kann

.....daß auf Sylt zwei große Laufwettbewerbe ausgetragen werden. Einmal die Umrundung der Insel Sylt, das sind 111 Km überwiegend am Strand und wenig befestigte Wege, und der bekanntere Sylt Lauf mit über 1000 Läufern. Der Weg führt von Hörnum nach List und ist genau 33,333 Km lang.

.....daß Sylt ca. 230 Km ausgebauter Radwege hat.

.....daß der eine Kampener Leuchtturm 156 Stufen bis zur Spitze hat und der zweite nicht mehr in Betrieb ist.

.....daß die Leuchttürme in Hörnum und in Kampen auch einige Antennen für D1, D2, und E-plus tragen.

.....daß das Polizeirevier im Winter mit ca. 30 Beamten/innen besetzt ist. Vom März bis Ende September wird die Wache mit weiteren 17 Pers. verstärkt, es handelt sich dabei um junge Beamten, die gerade die Polizeischule erfolgreich beendet haben.

.....daß Westerland das zweitgrößte Polizeirevier des Kreises Nordfriesland ist und außerdem vier Außenposten hat, und zwar in Hörnum, Wenningstedt, Keitum und List.

..... was „Butt treten“ bedeutet? Bei ablaufendem Wasser entstehen Priele, in denen sich das restliche Wasser sammelt. Die Sandschollen zeihen sich dorthin zurück um auf die Flut zu warten. Sie „buddeln“ sich regelrecht in den Sand. Nun läuft man auf allen Vieren durch den Priel und spürt so mit Händen oder Füßen den vergrabenen Butt auf, der ja nicht fliehen kann da nicht genug Wasser zum schwimmen da ist.

.....daß man von Sylt aus die Zugspitze sehen kann? Dies geht nur bei ganz besonders guter Sicht vom Hafen in List aus, wenn Sie in der Mitte aller Buden stehen und über die nord - östliche Mole schauen.

.....daß auch auf Sylt schon einmal nach Öl gebohrt wurde. Es war im Sommer 1965 als die DEA (Deutsche-Erdöl-Aktiengesellschaft) auf dem Ellenbogen bei List ein Erdölvorkommen vermutete. Es wurde ein Bohrturm von 53 m errichtet und am 13. September ging es los. Es wurde Tag und Nacht 7 Tage die Woche gebohrt, ca. 4000m tief. Aber mehr als heißes Wasser kam nie aus der Tiefe. Am 17. September 1966 wurde das millionenschwere Spektakel als Flop erkannt und eingestellt.

....daß die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ( DGzRS) zwei Schiffe auf Sylt stationiert hat. In List liegt die „Minden“ ein Seenotkreuzer, auf der 8 hauptamtliche Besatzungsmitglieder für eine 24stündige insatzbereitschaft sorgen. Die „Minden“ ist 23,30 m lang, 5,50 m breit und hat einen Tiefgang von 2 m. Sie hat zwei Motoren mit zusammen 1944 PS, die für 20 Knoten Höchstgeschwindigkeit sorgen. In Hörnum liegt die „Hörnum“ eenotrettungsboot auf dem 8 freiwillige Helfer bei Notfällen Dienst tun. Das Boot ist 9m lang, 2,70m breit und hat einen Tiefgang von 1m.Ein Motor von 170 PS ermöglichen eine Höchstgeschwindigkeit von 13 Knoten.

.....daß es auf Sylt 7 Campingplätze gibt, die zusammen über 1860 Stellflächen für Wohnwagen und Zelte verfügen. Der kleinste ist in Morsum mit ca. 60 Stellplätzen, der größte ist im Süden Westerlands mit etwa 550 Stellplätzen.

.....daß es schon 1913 weise Komunalpolitiker gab. Kampener erwirkten schon damals einen Ortsstatut, der heute noch positive Wirkung zeigt: Reetdach, Rotsteinbau und Mindestgröße des Grundstücks wurden Bauvorschrift.

.....daß die Sturmflut vom 24. November 1981 mit 3,45 m den höchsten Wasserstand hatte, der je gemessen wurde.

.....daß Nordfriesland ca.2.000 qkm groß ist, und zu den am dünnsten besiedelten Gebieten in Deutschland zählt ( 73 Einwohner je qkm).

.....daß Nordfriesland so flach ist, daß man am Freitag schon sehen kann wer am Sonntag zum Kaffee kommt.

.....daß es in Keitum die einzige Taxe ohne Motor gibt? Es ist ein Planwagen, gezogen von zwei Pferden.

.....daß der Kampener Leuchtturm auf der Pariser Weltausstellung 1855 wegen seiner für damalige Verhältnisse aufsehenerregende „Fresnelschen Gürteloptik“ vorgestellt wurde. Als Lichtquelle diente ein Rübenölfeuer. Es brauchte 3,4 Tonnen Öl und 36 m Lampendocht im Jahr.

.....daß die Kampener Vogelkoje Mitte des 18.Jahrh. angelegt wurde. Zwischen 1767 und 1921 zeigen die Aufzeichnungen der Kojenbücher das 695.957 Wildenten hier gefangen wurden.

.....daß das vor ca. 130 Jahren ausgegrabene Ganggrab “Denghoog“ am Nordrand von Wenningstedt etwa zur gleichen Zeit wie die Pyramide bei Gizeh entstanden sein muß. Eine germanische „Thingstätte“. Besichtigung ist möglich!

.....daß jedes Jahr ca. 80.000qm Substanz der Insel Sylt durch Wind und Naturgewalten verloren gehen.

.....daß der Nationalpark Wattenmeer ca. 1000 qkm Fläche beansprucht.

 

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